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Auftaktveranstaltung zum 71. djt

13.04.2016

Am 8. April fand die Auftaktveranstaltung des 71. Deutschen Juristentages in Essen statt, zu der der Deutsche Juristentag e.V. die (Fach-)Öffentlichkeit, seine Mitglieder sowie die Presse aus Essen und ganz NRW eingeladen hatte, um auf die bevorstehende Tagung im September einzustimmen.



Der Justizminister des Landes Nordrhein-Westfalen Thomas Kutschaty begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste und hob hervor, dass es der Ständigen Deputation wieder einmal gelungen sei, bereits zwei Jahre vor der Tagung diejenigen Themen auf die Tagesordnung zu setzen, die im Herbst 2016 aktuell sein werden. Der kommende Juristentag zeichne sich durch ein ansprechendes Fachprogramm aus und der Gesetzgeber werde sicherlich - wie bereits häufig in der Vergangenheit - die Beschlüsse des Deutschen Juristentages aufgreifen. Daneben habe der Ortsausschuss auch ein Rahmenprogramm erarbeitet, das Essen und die Region kaum besser repräsentieren könne.


Im Anschluss gab der Präsident des 71. Deutschen Juristentages, Rechtsanwalt Prof. Dr. Thomas Mayen, einen Ausblick auf den nächsten Juristentag. Zunächst stellte er die Themen der sechs Fachabteilungen der kommenden Tagung vor und gab einen Einblick in die Tendenzen der Gutachten, die bereits vorliegen und im Frühsommer an alle Mitglieder versandt werden. Den Thesen lasse sich schon jetzt entnehmen, dass es zu interessanten Diskussionen kommen werde. Abschließend legte Prof. Mayen ein besonderes Augenmerk auf die beiden hochkarätig besetzten Podiumsdiskussionen in der Eröffnungs- und Schlussveranstaltung, die den 71. djt gleichsam umrahmen. Die Podiumsdiskussion in der Eröffnungssitzung zum Thema „Wenn aus Recht Unrecht wird – über die Verantwortung der Juristen für

die Herrschaft des Rechts“ knüpfe an die Sonderveranstaltung vor 50 Jahren auf dem 66. djt in Essen zur Ahndung der nationalsozialistischen Gewaltverbrechen an. In der gemeinsamen Abschlussveranstaltung werde das die Öffentlichkeit beherrschende Thema der letzten Monate, die Flüchtlingskrise in Europa, aufgegriffen und die Frage aufgeworfen, ob hierin auch eine Krise des Rechts liege.

Dieses Thema war auch Gegenstand des an die Programmvorstellung anschließenden Vortrages. Unter der Überschrift "Flüchtlingsschicksale zwischen Völkerrecht und Politik – Zur Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zu Fragen der Staatenverantwortung in Migrationsfällen" beleuchtete die Richterin am EGMR Prof. Dr. Angelika Nußberger die völkerrrechtlichen Hintergründe der Flüchtlingsproblematik.

Die Veranstaltung, die von über 200 Juristinnen und Juristen besucht wurde, klang mit einem Empfang aus. Der Deutsche Juristentag bedankt sich für das große Interesse an der Auftaktveranstaltung, das ebenso wie das Fach- und Rahmenprogramm eine erfolgreiche Tagung verspricht.

 

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