Die Ständige Deputation

Neben der Mitgliederversammlung, die regelmäßig in jedem zweiten Jahr anlässlich des Deutschen Juristentages zusammentritt, ist die Ständige Deputation das wichtigste Organ des Vereins Deutscher Juristentag. Sie leitet den Verein und bereitet insbesondere die Deutschen Juristentage vor, indem sie über die Themen, Gutachter und Referenten bestimmt. Die Abteilungsberatungen der Deutschen Juristentage werden von Mitgliedern der Ständigen Deputation geleitet. Deren Mitglieder werden unmittelbar von allen Vereinsmitgliedern gewählt. Die Mitgliedschaft in der Ständigen Deputation endet mit Ablauf des dritten auf die Wahl folgenden Juristentages, wobei einmalige Wiederwahl zulässig ist.

Die Ständige Deputation wählt aus ihrer Mitte den Vorsitzenden, den Stellvertretenden Vorsitzenden und den Schatzmeister, die zusammen den Geschäftsführenden Ausschuss bilden. Der Vorsitzende der Ständigen Deputation amtiert zugleich als Präsident der Deutschen Juristentage. Der Geschäftsführende Ausschuss ist Vereinsvorstand im Sinne von § 26 BGB und erledigt die laufenden Geschäfte des Vereins. Er wird unterstützt durch den Generalsekretär des Deutschen Juristentages, der die Geschäftsstelle des Vereins leitet. Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Satzung.

Der Vorsitzende der Ständigen Deputation des Deutschen Juristentages
Prof. Dr. Mathias Habersack


Ehrenmitglied des Deutschen Juristentages

Prof. Dr. Dr. h.c. Spiros Simitis,
Frankfurt a. M.

Prof. Dr. Dres. h.c. Spiros Simitis: geb. 19.10.1934 (Athen, Gr); Studium u. Promotion, Univ. Marburg (1952-1956); Habilitation, Univ. Frankfurt/M. (1963); o. Professor, Univ. Giessen (1964-1969) u. Frankfurt (1969-); Direktor des Forschungskollegs Humanwissenschaften (2008-2012); Gastprof. u.a. an den Univ.: California, Berkeley (1976), Straßburg (1987-88), Paris (1990-2001), Yale (1981-2000); Hess. Datenschutzbeauftragter (1975-1991); Generalsekretär der Internationalen Zivilstandskommission (1966-1980); Vorsitzender der Expertenkommission des Europarates für Datenschutz (1982-1986), des Expertenrates der Europäischen Kommission für Sozialrechte (1998), des Deutschen Ethikrates (2000-2005); Mitgl. d. v. d. Europ. Kommission bestellten Rates für eine Datenschutzregelung (1993-1995); Ehrendoktor der Univ. Thrazien (1992), Athen (2003) u. „Chancellor’s citation“ der Univ. California, Berkeley (2010); Korrespondierendes Mitgl. der Athener Akademie (seit 2003); Ehrenmitgl. des Deutschen Juristentages (2002); Ernennung zum „Protagonisten der Europäischen Kultur“ durch die Univ. Florenz (2004).


Mitglieder der Ständigen Deputation des Deutschen Juristentages

Prof. Dr. Mathias Habersack, München (Vorsitzender)

Prof. Dr. Mathias Habersack ist seit 1. April 2011 Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht und Unternehmensrecht an der Ludwig-Maximilians-Universität München; zuvor war er – nach Promotion (1990) und Habilitation (1995) in Heidelberg – Lehrstuhlinhaber in Regensburg (1996-2000), Mainz (2000-2007) und Tübingen (2007-2011). Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Gesellschafts-, Kapitalmarkt- und Bankrecht. Er ist Mitglied des Fachkollegiums Rechtswissenschaft der DFG, des Vorstands der Vereinigung für Gesellschaftsrecht und des Vorstands der Bankrechtlichen Vereinigung, ferner Mitglied der Schriftleitung der Zeitschrift für das gesamte Handelsrecht und Wirtschaftsrecht (ZHR) und der Zeitschrift „Die Aktiengesellschaft“ (AG), Mitherausgeber des Münchener Kommentars zum AktG, des Großkommentars zum HGB (Staub) und des Großkommentars zum GmbHG.

Ministerialdirektorin a.D. Marie Luise Graf-Schlicker, Berlin (Stellvertretende Vorsitzende)

Ministerialdirektorin im Bundesministerium der Justiz Marie Luise Graf-Schlicker begann ihre berufliche Laufbahn als Richterin beim Landgericht Essen. 1989 wechselte sie in das Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, wo sie als Referatsleiterin zunächst für das Familienrecht, später für das Handels- und Wirtschaftsrecht sowie die Umsetzung der Insolvenzordnung zuständig war. Von 1999 bis Mai 2002 leitete sie dort den gesamten zivilrechtlichen Bereich. In dieser Funktion wirkte sie u. a. an umfassenden Reformen zur Zivilprozessordnung und zum Schuldrecht mit. Im Mai 2002 wurde sie zur Präsidentin des Landgerichts Bochum ernannt. Seit dem 1. Juni 2007 leitet sie im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz in Berlin die Abteilung Rechtspflege. Für das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz ist sie seit 2007 Mitglied der Ständigen Deputation des Juristentages, dem sie seit 1992 angehört.
Frau Graf-Schlicker ist Herausgeberin des gleichnamigen Kommentars zum Insolvenzrecht und Autorin zahlreicher Publikationen zum Insolvenzrecht, zur Zivilprozessordnung, außergerichtlichen Streitschlichtung, Mediation und modernen Technik in der Justiz. Sie ist außerdem Lehrbeauftragte an der Ruhr-Universität Bochum.

Rechtsanwalt Dr. Peter Hemeling, München (Schatzmeister)

Rechtsanwalt in München. Studium der Rechtswissenschaften in Tübingen und Bonn. Nach dem 2. Staatsexamen in Hamburg Promotion und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Göttingen. Von 1986 – 2001 Syndikusanwalt der Dresdner Bank in Frankfurt am Main und ab 2001 bis März 2018 Syndikusanwalt der Allianz SE in München, von Juli 2004 bis Ende 2016 als Chefsyndikus des Allianz-Konzerns. Außerhalb der Anwaltstätigkeit ist Herr Dr. Hemeling insbesondere im Bereich des Gesellschafts- und Kapitalmarktrechts in verschiedenen Vereinigungen und mit diversen Publikationen aktiv. In der Zeit von Oktober 2001 bis Juli 2004 arbeitete Herr Dr. Hemeling in der Allianz Rechtsabteilung mit Schwerpunkten im Kapitalmarktrecht, Gesellschaftsrecht und M&A. Zuvor war er knapp 15 Jahre als Syndikusanwalt auf der Bankenseite in Frankfurt tätig. Herr Dr. Hemeling ist außerhalb des Unternehmens insbesondere im Bereich des Gesellschafts- und des Kapitalmarktrechts in verschiedenen Vereinigungen
und in Form von Publikationen aktiv.

Notarin Dr. Gesa Beckhaus, LL.M., Hamburg

Notarin in Hamburg. 2002-2007 Studium an der Bucerius Law School und in Buenos Aires, 2008 Wirtschaftsmediatorin (cvm), 2009-2011 Referendariat, zudem Wissenschaftliche Assistentin am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht; 2011-2012 Master of Laws an der New York University als ERP-Stipendiatin, 2012 Promotion an der Bucerius LawSchool, ausgezeichnet mit dem Förderpreis der Esche Schümann Commichau Stiftung, 2012-2015 Notarassessorin in Hamburg. Die Schwerpunkte ihrer notariellen Tätigkeit liegen im Bereich des Immobilienrechts sowie des Gesellschafts- und Erbrechts. Sie ist Mitglied des
Stiftungsrates der BürgerStiftung Hamburg und Autorin zum
Umwandlungsrecht im Beck’sches Formularbuch Bürgerliches, Handels- und Wirtschaftsrecht. Ferner kommentiert sie zur Bundesnotarordnung. Gesa Beckhaus ist verheiratet und hat ein Kind.

Rechtsanwalt Prof. Dr. Martin Beckmann, Münster

Prof. Dr. Martin Beckmann ist Fachanwalt für Verwaltungsrecht und Honorarprofessor der Universität
Münster. Schwerpunkte seiner anwaltlichen Tätigkeit
sind das Staats-, Verwaltungs- und Kommunalrecht, das
Umwelt- und Planungsrecht und das Berg- und Energierecht. Professor Beckmann ist Verfasser zahlreicher Veröffentlichungen im Bereich des Umwelt- und Planungsrechts, des Raumordnungsrechts, des Verwaltungsprozessrechts, des Kommunalrechts und des Bergrechts sowie Kommentator des KrW-/AbfG, des UVPG und des USchadG. Er ist Herausgeber des Landmann/Rohmer, Kommentar zum Umweltrecht in vier Bänden und eines Kommentars zum UVPG sowie Herausgeber der „Zeitschrift für Europäisches Umwelt- und Planungsrecht – EurUP“, der
„Zeitschrift für das Recht der Abfallwirtschaft – AbfallR“ sowie der „Zeitschrift Wasser und Boden.“ Professor Beckmann ist Mitglied des Vorstands der Juristischen Studiengesellschaft Münster und des Vorstandes der
Arbeitsgemeinschaft für Verwaltungsrecht im Deutschen Anwaltverein,Landesgruppe NRW.

Prof. Dr. Nina Dethloff, LL.M., Bonn

Inhaberin des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht,
Internationales Privatrecht, Rechtsvergleichung und
Europäisches Privatrecht sowie Direktorin des Instituts für
Deutsches, Europäisches und Internationales Familienrecht der Universität Bonn. Beraterin der Federal Trade Commission, Washington, D.C.; 1991 Promotion, 2000 Habilitation Universität Freiburg (Europäisierung des
Wettbewerbsrechts); Rufe nach Hamburg, Lausanne.
Ad-hoc-Richterin am Europäischen Gerichtshof für
Menschenrechte (2006 – 2008); Mitglied des Vorstands der
Zivilrechtslehrervereinigung (2006 – 2011), der Arbeitsgruppe „Perspektiven der Rechtswissenschaft“ des Wissenschaftsrates, des Deutschen Rates für Internationales Privatrecht, des Vorstands der International Society of Family
Law, des American Law Institute, der Academia Europaea sowie der Internationalen Expertenkommission für das Elitenetzwerk Bayern; Stv. Direktorin des Käte Hamburger Kollegs „Recht als Kultur“; Mitglied des Hochschulrates der Universität Osnabrück und stv. Vorsitzende des Hochschulrates der Universität Bonn.

Prof. Dr. Martin Franzen, München

Geboren in Karlsruhe. Studium der Rechtswissenschaft,
Politischen Wissenschaft, Geschichte und Volkswirtschaftslehre in Heidelberg (1983-1985) und Berlin
(1985-1988). 1. Juristisches Staatsexamen 1988, 2. Juristisches Staatsexamen 1991, beide in Berlin. 1991 bis 1999 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Rechtswissenschaft der Freien Universität Berlin am
Lehrstuhl von Dieter Heckelmann. Promotion (1993) und Habilitation (1999) an der Freien Universität Berlin.
1999 – 2004 Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht und Arbeitsrecht an der Universität Konstanz. Seit 2004 Inhaber des Lehrstuhls für deutsches, europäisches, internationales Arbeitsrecht und Bürgerliches Recht an der
Universität München. Mitglied des Verbandsausschusses des Deutschen Arbeitsgerichtsverbandes (seit 2008) und Mitherausgeber der Europäischen Zeitschrift für Arbeitsrecht
(EuZA).
Dekan der Juristischen Fakultät (ab 01.10.2015)

Prof. Dr. Beate Gsell, Richterin am OLG, München

Inhaberin des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht,
Zivilverfahrensrecht, Europäisches Privat- und
Verfahrensrecht an der Ludwig-Maximilians-Universität
München und Geschäftsführende Direktorin des Munich Center for Dispute Resolution, Mitglied des 14. Zivilsenats
des OLG München (1/6-Stelle), 1997 Promotion (Tübingen), 2001 Habilitation (Bonn), 2002-2003 Professur für Bürgerliches Recht und Nebengebiete an der LMU München, 2003-2011 Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Zivilverfahrensrecht, Europäisches Privatrecht und Internationales Privatrecht an der Universität Augsburg, Mitglied des Fachbeirats des Max Planck Institute Luxembourg for International, European and Regulatory Procedural Law, Gesamtmitherausgeberin des BeckOGK (beck-online.GROSSKOMMENTAR) zum Zivilrecht, Mitherausgeberin der ZfPW (Zeitschrift für die gesamte
Privatrechtswissenschaft) und der ZJS (Zeitschrift für das Juristische Studium).

Prof. Dr. Johanna Hey, Köln

1990-1994 Studium an der Universität Würzburg. 1995-1997 Referendariat im OLG-Bezirk Köln und 1996 Promotion, ausgezeichnet mit dem Albert-Hensel-Preis der Deutschen Steuerjuristischen Gesellschaft. 2000-2002 wiss. Assistentin am Institut für Steuerrecht der Universität zu Köln bei Prof. Lang, dort im Juli 2001 habilitiert, mehrfach ausgezeichnet. Ab 2002 Inhaberin des Lehrstuhls für Unternehmenssteuerrecht der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Ab 2006 Direktorin des Instituts für Steuerrecht an der Universität zu Köln. 2004-2012 erste Vizepräsidentin des Deutschen Hochschulverbandes. Seit 2006 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des BMF. Ab 2010 wiss. Leitung des Berliner Institutes Finanzen und Steuern e.V. und Mitglied der Ständigen Deputation des djt e.V. Seit 2011 Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Steuerjuristischen Gesellschaft sowie Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Seit 2008 gesamtverantwortliche Herausgeberin des Großkommentars zum Einkommen- und Körperschaftsteuerrecht Herrmann/Heuer/Raupach. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die verfassungs- und europarechtlichen Grundlagen des Steuerrechts sowie das Einkommens- und Unternehmenssteuerrecht. Prof. Johanna Hey ist verheiratet mit dem Kölner Rechtsanwalt Florian Geyr
und Mutter zweier Kinder.

Prof. Dr. Wolfgang Kahl, M.A., Heidelberg

Prof. Dr. Wolfgang Kahl, M.A., Jahrgang 1965, lehrt Öffentliches Recht und Europarecht an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Frühere berufliche Stationen
führten ihn als Professor nach Gießen und Bayreuth. Seine
Interessenschwerpunkte in der Forschung sind das Allgemeine Verwaltungsrecht, das Verwaltungsprozessrecht, die Grundrechte sowie das Umwelt-, Energie- und Planungsrecht, insbesondere die sich insoweit stellenden Herausforderungen im Europäischen Verfassungs- und Verwaltungsverbund. Daneben leitet er in Heidelberg eine Forschungsstelle, die sich mit Grundsatzfragen des Zusammenhangs von Nachhaltiger Entwicklung und Rechtsordnung befasst.

Richterin des BVerfG Dr. Sibylle Kessal-Wulf, Karlsruhe

Studium in Kiel; 1. und 2. Staatsexamen in Schleswig-
Holstein und Hamburg, Promotion bei Prof. Reuter (K
iel). Richterin am Amtsgericht, ab 1991 Mitglied des Senats für
Banken- und Gesellschaftsrecht des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts. Im Mai 2001 Ernennung zur Richterin am Bundesgerichtshof, IV. Zivilsenat für Versicherungs- und Erbrecht, später Mitglied auch des Notarsenats. Ab Februar 2011 Vorsitzende Richterin am Bundesgerichtshof (IV. Zivilsenat) und stellvertretende Vorsitzende des Anwaltssenats. Seit Dezember 2011 Mitglied des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts. Verschiedene wissenschaftliche Tätigkeiten im Bereich des Zivil- und Zivilprozessrechts. Verheiratet mit einem Rechtsanwalt.

Rechtsanwalt Dr. Rainer Klocke, Köln

geboren 1954 in Paderborn; verheiratet, drei Kinder;
Studium der Rechtswissenschaften an der Universität zu
Köln; 1981 erstes, 1984 zweites Staatsexamen nach der
Referendarzeit in Köln; 1985 Promotion; 1984 Beginn der
anwaltlichen Tätigkeit in Köln, seit 1988 selbstständig in
der Kanzlei Klocke & Linkens in Köln; Fachanwalt für
Versicherungsrecht; weitere Schwerpunkte: Handelsrecht und internationale Vertriebsverträge; 1997 bis 2007
Vorstandsmitglied des Kölner Anwaltverein e.V., 1998 bis 2007 1. Vorsitzender des Kölner Anwaltverein e.V.; seit 1999 Vorstandsmitglied der Kölner Juristischen Gesellschaft e.V.; 1999 bis 2011 Mitglied der Satzungsversammlung; seit 2000 Vorstandsmitglied des Fördervereins Institut für Anwaltsrecht an der Universität zu Köln; 2006 bis 2009 Mitglied des Beirats des Soldan Instituts für Anwaltsmanagement e.V., seit 2009 dessen stellvertretender Vorsitzender.

Richter am BVerwG Prof. Dr. Christoph Külpmann, Leipzig/Bremen

Jahrgang 1972, verheiratet, zwei Kinder
Ab 1991 Studium in Göttingen, Galway (Irland) und K
öln. 1. jur. Staatsexamen 1996. 1999 Promotion in Köln,
ausgezeichnet mit dem Universitätspreis; Referendariat im
Bezirk des OLG Köln (mit Stationen beim OLG Köln und dem Bundesverfassungsgericht ). 2. jur. Staatsexamen 2001. 2001 bis 2003 Rechtsanwalt im öffentlichen Recht bei Redeker Sellner Dahs & Widmaier in Bonn. 2003 bis 2009 Richter am Verwaltungsgericht Bremen (mit zwei jähriger Abordnung als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Bundesverwaltungsgericht). 2009 bis 2013 Tätigkeit beim Senator für Justiz und Verfassung in Bremen, zuständig für das öffentliche Recht und die Landesgesetzgebung. 2011 Ernennung zum Senatsrat. 2013 Ernennung zum Richter am Bundesverwaltungsgericht, seither tätig in dem für Bau- und Planungsrecht zuständigen 4. Senat. Seit 2017 Honorarprofessor in Bremen. Seit 2017 Mitglied des Verwaltungssenats bei dem Kirchengerichtshof der Evangelischen Kirche in Deutschland. Veröffentlichungen insbesondere zum Baurecht , zum Verwaltungsverfahrens-und Verwaltungsprozessrecht und zum Staatshaftungsrecht.

Rechtsanwältin Prof. Dr. Anja Mengel, LL.M., Berlin/Hamburg

Dr. Anja Mengel, LL.M., Studium und Promotion an der
Universität zu Köln, Auslandsstudien an der Université
d’Auvergne und Columbia University New York, Referendariat beim Kammergericht Berlin und Supreme
Court of Israel, ist Rechtsanwältin und Partnerin der
Sozietät ALTENBURG Fachanwälte für Arbeitsrecht, deren
Berliner Büro sie 2011 gegründet hat. Sie ist Fachanwältin
für Arbeitsrecht und berät seit 1999 Unternehmen zu allen
Bereichen des Arbeitsrechts, v. a. zur Gestaltung von Arbeitsbedingungen, Compliance/Datenschutz sowie zu Restrukturierungen und Transaktionen/Betriebsübergängen. Sie ist Lehrbeauftragte der Bucerius Law School, Hamburg, und vielfältig als Fachautorin und Referentin tätig. Frau Dr. Mengel gehört dem Verbandsausschuss des Deutschen
Arbeitsgerichtsverbandes, dem Ausschuss Arbeitsrecht der BRAK und dem Ausschuss Corporate Social Responsibilty und Compliance des DAV an. Seit 2014 ist sie Mitglied der Ständigen Deputation des djt. Honorarprofessorin der Bucerius Law School, Hamburg, seit 2017.

Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Hubert Meyer, Hannover

Dr. Hubert Meyer, geb. 1959 in Nienburg/W.; Studium der Rechtswissenschaft an der Christian-Albrechts-Universität
zu Kiel; anschließend drei Jahre Assistent (Geschäftsführer)
der dortigen Fakultät; Promotion mit einer Arbeit zum
kommunalen Parteien- und Fraktionenrecht. 2. Juristische
Staatsprüfung Dezember 1990. Von Januar 1991 bis Dezember 2005 Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Landkreistages Mecklenburg-Vorpommern, seit Januar 2006 Geschäftsführendes Präsidialmitglied (Hauptgeschäftsführer) des Niedersächsischen Landkreistages. Mitherausgeber der NVwZ und der NordÖR; redaktioneller Beirat der NdsVBl.; seit 2012 Mitglied der Ständigen Deputation des Deutschen Juristentages und Honorarprofessor an der Kommunalen Hochschule für Verwaltung in Niedersachsen.

Rechtsanwältin Anke Müller-Jacobsen, Berlin

Anke Müller-Jacobsen, Rechtsanwältin in Berlin. Nach dem
Studium an der FU Berlin hat sie 1988/1991 die juristischen Staatsexamina abgelegt. Von Anfang an hat sie sich auf die Strafverteidigung konzentriert, inzwischen mit Schwerpunkt Wirtschaftsstrafrecht. Mit sieben anderen Rechtsanwälten führt sie eine strafrechtlich ausgerichtete Anwaltssozietät am Berliner Gendarmenmarkt. Von 1999 –2012 war sie Vorstandsmitglied und ab 2007 Vizepräsidentin der RAK Berlin. Weiterhin ist sie u.a. Mitglied im Strafrechtsausschuss der BRAK sowie seit 2012 Richterin des Verfassungsgerichtshofes Berlin und Mitglied der ständigen Deputation des Deutschen Juristentages. Sie veröffentlicht gelegentlich in Fachzeitschriften und in Festschriften über strafrechtliche, strafprozessuale und berufsrechtliche Themen. Sie ist verheiratet – zusammen haben sie drei erwachsene Kinder. Sie joggt, fährt gern Fahrrad und im Winter Ski. Mit Engagement singt sie in
einem ambitionierten Kirchenchor.

Vizepräsidentin des EGMR a.D. Prof. Dr. Dr. h.c. Angelika Nußberger, M.A., Straßburg

Angelika Nußberger ist seit 1.1.2011 Richterin am
Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg, seit 1.11.2015 Präsidentin der 5. Sektion und seit 1.2.2017 Vizepräsidentin. 2002 wurde sie nach ihrer Habilitation in München als Professorin für Völkerrecht, öffentliches Recht und Rechtsvergleichung an die Universität zu Köln berufen und übernahm die Leitung des Instituts für osteuropäisches
Recht und Rechtsvergleichung. Vor ihrer Tätigkeit in Straßburg war sie Prorektorin für Akademische Karriere,
Diversität und Internationales an der Universität zu Köln, Mitglied der Sachverständigenkommission der Internationalen Arbeitsorganisation und stellvertretendes Mitglied der Venedigkommission des Europarats. Sie hatSlawistik, Neuere Deutsche Literatur und Romanistik sowie Rechtswissenschaft studiert. 2015 hat sie den Schader-Preis erhalten.

Präsident des KG Dr. Bernd Pickel, Berlin

Richter des BVerfG Prof. Dr. Henning Radtke, Karlsruhe/Hannover

Geb. 1962, in Lübeck. Studium der Rechtswissenschaft in
Göttingen, dort auch Promotion (1993) und Habilitation (1997) – Verleihung der Lehrbefugnis für die Fächer Strafrecht und Strafprozessrecht. Zwischen 1999 und 2012 Inhaber von strafrechtlichen Lehrstühlen an der Universitäten Saarbrücken, Marburg und Hannover, Rufe nach Bayreuth und Graz. Seit 2001 bis 2012 (mit Unterbrechungen) Richter am OLG im 2. Hauptamt (Oberlandesgerichte Saarbrücken und Celle). Seit Oktober 2012 Richter am BGH (1. Strafsenat) und Honorarprofessur an der Universität Hannover. Seit Juli 2018 Mitglied des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts. Von 2009 bis 2013 Vorsitzender des Deutschen Juristen-Fakultätentages. Er ist Mitherausgeber der NStZ und eines Kommentars zur StPO sowie Autor im Münchener Kommentar zum StGB zu zahlreichen Vorschriften des AT und BT sowie des JGG.

Präsident des BSG Prof. Dr. Rainer Schlegel, Kassel/Gießen

Rainer Schlegel trat 1987 in die Sozialgerichtsbarkeit ein.
1997 wurde er zum Richter, 2008 zum Vorsitzenden Richter
am Bundessozialgericht ernannt. Von 2010 bis Ende 2013
war er Leiter der Abteilung Arbeitsrecht und Arbeitsschutz
im Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Nach Rückkehr an das Bundessozialgericht wurde er im Juli 2014
dessen Vizepräsident. Seit dem 1. Oktober 2016 ist Rainer
Schlegel zum Präsidenten des Bundessozialgerichts ernannt
worden. Er ist Honorarprofessor an der Justus-Liebig-Universität Gießen und Vorsitzender des Deutschen Sozialrechtsverbandes. Seine Themen sind u.a. Fragen zu den Grundlagen sozialer Sicherheit, ihre wirtschaftlichen, rechtlichen sowie gesellschaftlichen Voraussetzungen, zu Solidarität in der Gesellschaft und der Umgang des Staates mit seinen Bürgern.

Rechtsanwalt Prof. Dr. Jochen Vetter, München/Köln

Prof. Dr. Jochen Vetter, Dipl.-Ökonom, ist Rechtsan
walt und Partner im Münchener Büro von Hengeler Mueller. Er ist spezialisiert auf Fragen des Gesellschafts- und
Konzernrechts, Umstrukturierungen, Compliance und
Mergers & Acquisitions. Herr Vetter ist Honorarprofessor an
der Universität zu Köln, Mitglied verschiedener Arbeitskreise, die sich mit rechtspolitischen unternehmensrechtlichen Fragen befassen und Autor zahlreicher Veröffentlichungen zu Fragen des Gesellschafts-, Konzern- und Übernahmerechts. Er gehört der Ständigen Deputation des djt seit 2010 an. 2006 war er Referent der wirtschaftsrechtlichen Abteilung des 66. Deutschen Juristentages.

Vors. Richterin am OLG Eva Voßkuhle, Freiburg

Eva Voßkuhle ist seit April 2011 Vorsitzende des 18. Zivilsenats – Familiensenat – des Oberlandesgerichts
Karlsruhe. Studium in Freiburg, Genf und München,
juristische Staatsexamina in München. 1992 Eintritt in die
Bayerische Justiz, dort in verschiedenen Funktionen insbesondere im Justizministerium tätig, 1995/96
Teilnahme am einjährigen Lehrgang für Verwaltungsführung der Bayerischen Staatskanzlei, 1999 Wechsel in die baden-württembergische Justiz (Referatsleiterin im Justizministerium, verschiedene richterliche Funktionen, zuletzt 2006 bis 2008 Direktorin des Amtsgerichts Lörrach und ab 2008 Vizepräsidentin des Landgerichts Freiburg). Als Richterin war Eva Voßkuhle schwerpunktmäßig im Familienrecht und im Strafrecht tätig, so als mehrjährige Vorsitzende des Schöffengerichts, des Schwurgerichts sowie der Jugend(schutz)kammer.

Prof. Dr. Gerhard Wagner, LL.M., Berlin

Ist Professor für Bürgerliches Recht, Wirtschaftsrecht und
Ökonomik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er wurde
1989 von der Universität Göttingen promoviert und dort 1997 habilitiert. Im Jahre 1995 erwarb er den Grad eines LL.M. von der University of Chicago Law School. Von 1999-2013 war Wagner Direktor des Instituts für Deutsches und Internationales Zivilprozessrecht sowie Konfliktmanagement an der Universität Bonn, 2003 Visiting Fellow am University College, London, und 2010/2011 Visiting Professor of Law, University of Chicago Law School. Er ist Mitglied des
geschäftsführenden Vorstands der Zivilrechtslehrervereinigung und des Vorstands der Deutschen Institution für Schiedsgerichtsbarkeit, Mitglied des
European Law Institute und korrespondierendes Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste. Er ist Mitherausgeber des Archiv für die civilistische Praxis und der Zeitschrift für Europäisches Privatrecht.

Prof. Dr. Ingeborg Zerbes, Wien

ist Professorin für Strafrecht und Strafprozessrecht am
Institut für Strafrecht und Kriminologie der Universität Wien. Von 2011 bis 2019 war sie Professorin für Kriminalwissenschaften (deutsches, europäisches und internationales Strafrecht), Kriminologie und Kriminalpolitik
an der Universität Bremen und Leiterin des Bremer Instituts für Kriminalwissenschaften. Ingeborg Zerbes wurde an der Uni Wien promoviert und habilitiert („Spitzeln, Spähen, Spionieren Sprengungstrafprozessualer Grenzen durch geheimen Zugriff auf Kommunikation“) und hat dort ihre wissenschaftliche Grundausbildung absolviert. 1997-2005 war sie außerdem Österreich-Referentin am MPI für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg, 2000 bis 2002 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Basel und 2005-2008 Stipendiatin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. In diese Zeit fallen Forschungsaufenthalte am MPI in Freiburg, an der Universität Basel und an der Hofstra University New York. Seit November 2011 war Ingeborg Zerbes Strafrechtsprofessorin an der Universität Bremen, seit Juni 2017 Studiendekanin. Sie ist Mitherausgeberin des European Criminal Law Review und der Kritischen Justiz und ist Mitglied der European Criminal Policy Initiative. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Europäischen- und Internationalen Strafrecht, im Wirtschaftsstrafrecht und
im Strafprozessrecht.


Generalsekretär des Deutschen Juristentages

Rechtsanwalt Dr. Andreas Nadler, Bonn


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