Rahmenprogramm

Musikstadt Leipzig – Notenspur

Leipzig war und ist Deutschlands Musikhauptstadt und war im 19. Jahrhundert mit seinem Gewandhaus neben Wien und Paris das musikalische Zentrum Europas. Im beginnenden 18. Jahrhundert wirkte Johann Sebastian Bach hier 27 Jahre als Thomaskantor. Alle großen Komponisten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts haben hier – jedenfalls zeitweise – gelebt, studiert, komponiert oder gastiert. Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert und Clara Schumann, Albert Lortzing, Gustav Mahler, Richard Wagner und viele andere prägten Leipzig. Ihre Wohn- und Wirkungsstätten sind über die gesamte Innenstadt verteilt und lassen sich für den musikinteressierten Besucher über das Wegeleitsystem „Leipziger Notenspur“ leicht finden. Ein Rundgang ist auf eigene Initiative oder im Rahmen einer Führung (weitere Informationen hierzu erhalten Sie auf der Website der Leipziger Notenspur) möglich.

MDR-Sinfonieorchester

Mit dem MDR-Sinfonieorchester ist eines der ältesten Rundfunkorchester der Welt in Leipzig zu Hause. Es wurde am 6. Januar 1923 in Leipzig gegründet und beschäftigt derzeit 120 Berufsmusiker. Sie haben die Möglichkeit, eine Probe des MDR-Sinfonieorchesters im City-Hochhaus am Augustusplatz live mitzuerleben.

  • Do 27.09.   13:00—15:00 Uhr Code 4141
  • City-Hochhaus, Augustusplatz 9
  • kostenfrei dank der Unterstützung des MDR
  • Diese Veranstaltung ist leider bereits ausgebucht.

Bacharchiv Leipzig mit Bachmuseum

Gleich gegenüber der Thomaskirche befindet sich das 300 Jahre alte Bosehaus. Es gehört zu den schönsten Leipziger Bürgerhäusern und ist heute Sitz des Bacharchivs Leipzig mit dem Bachmuseum – „ein Muss“ für musikinteressierte Besucher. Anlässlich des 200. Todestages Johann Sebastian Bachs mit dem Ziel gegründet, das umfangreiche Quellenmaterial zu Bachs Leben und Wirken zentral zu erfassen und den kostbaren, weitgestreuten Musikhandschriftenbestand in Kleinbildaufnahmen und Fotografien vollständig zu sammeln, versteht sich das Bacharchiv Leipzig heute als musikalisches Kompetenzzentrum am Hauptwirkungsort Johann Sebastian Bachs. Das Bacharchiv hat sich im Laufe der Jahre zu einem weltweit renommierten Forschungszentrum entwickelt, das sich auch als Veranstalter des 1999 eingeführten jährlichen Bachfestes Leipzig erfolgreich etabliert hat. Der Leiter des Bacharchivs Leipzig, Prof. Dr. Peter Wollny, gibt Ihnen einen kurzen Überblick über den Bestand des Archivs und die Forschungsschwerpunkte. Anschließend haben Sie Gelegenheit, das Museum zu erkunden.

  • Do 27.09.   11:00—12:30 Uhr Code 4131
  • Do 27.09.   16:00—17:30 Uhr Code 4251
  • Dieser Termin ist leider bereits ausgebucht.
  • Thomaskirchhof 15/16
  • kostenfrei dank der Unterstützung des
    Bacharchivs

Thomaskirche

Die Thomaskirche gehört zu den wichtigsten Orten der Leipziger Musikgeschichte. Sie ist Heimat eines der ältesten Knabenchöre der Welt, des berühmten Thomanerchores, und war 27 Jahre lang Hauptwirkungsstätte Johann Sebastian Bachs. Thomaskirche, Thomasschule und Thomanerchor blicken gemeinsam auf eine mehr als 800-jährige Geschichte zurück. Die heutige Kirche wurde 1496 geweiht; zu Pfingsten 1539 predigte hier Martin Luther. In der Thomaskirche sind zahlreiche Kunstwerke, wie z. B. Epitaphien und Fenster, zu bewundern. Es besteht die Möglichkeit einer Turmführung, bei der Sie nur 232 Stufen vom Thomaskirchhof entfernt einen phantastischen Rundumblick über Leipzig erleben. Schon der Aufstieg hält spannende Augenblicke während einiger Zwischenstopps bereit. So begegnen Sie unterwegs einem „Graffiti“ eines Fußartilleristen aus der Zeit der Völkerschlacht sowie einer Kanonenkugel, die 1813 im Gebälk stecken blieb. Sie besichtigen die Türmerwohnung und sehen die Glocken des komplett erhalten historischen Geläuts.

  • Do 27.09.   10:00—11:00 Uhr Code 4022
  • Do 27.09.   15:00—16:00 Uhr Code 4192
  • Thomaskirche, Thomaskirchhof 18
  • Preis: 3 Euro
  • Diese Veranstaltung ist leider bereits ausgebucht.

Thomaner in der Thomaskirche

Wer die Thomaner heute in der Thomaskirche erleben möchte, besucht die wöchentlichen Motetten, die, sofern keine Schulferien sind oder sich der Chor auf einer Konzertreise befindet, von den Thomanern musikalisch gestaltet werden. Die Teilnehmer des 72. Deutschen Juristentages haben am Freitagabend die Gelegenheit, die Motette mit den Thomanern besuchen.

  • Fr 28.09.   18:00—20:00 Uhr Code 5012
  • Thomaskirche, Thomaskirchhof 18
  • Preis: 2 Euro
  • Diese Veranstaltung ist leider bereits ausgebucht.

Leipziger Spinnerei

Hundert Künstlerateliers, elf Galerien, Werkstätten, Architekten, Designer, Schmuck- und Modemacher, der Künstlerbedarf „boesner“, die Theaterspielstätte „Residenz“, ein internationales Tanz- und Choreografiezentrum, Druckereien, der Künstlerbuchverlag „Lubok“, das Kino „LuRu“ sowie, nicht zuletzt, die gemeinnützige HALLE 14 und viele andere: Aus der ehemaligen Fabrikstadt, die Anfang des 20. Jahrhunderts zur größten Baumwollspinnerei Kontinentaleuropas angewachsen war, wurde zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine der interessantesten Produktions- und Ausstellungsstätten für zeitgenössische Kunst und Kultur in Europa.

Seit den frühen 1990er Jahren richteten sich Künstler in der Spinnerei Ateliers ein. Der – auch international – bekannteste unter ihnen ist Neo Rauch. Über die Grenzen Leipzigs hinaus bekannt geworden ist auch Michael Triegel, der 2013 Papst Benedikt XVI. porträtierte.

Mut, großes Interesse an der Kunst, Experimentierfreude und seit 2001 auch eine Verwaltungsgesellschaft mit einer Geschäftsführung, die die Initiativen förderte und mit Bedacht nachhaltige Entscheidungen über den allmählichen Aus- und Umbau der Gebäude traf, trugen dazu bei, dass die Spinnerei zu dem wurde, was sie heute ist.

Maler und Fotografen, Bildhauer, Medien- und Konzeptkünstler arbeiten hier ungestört in ihren Ateliers. Besucher können in den Ausstellungsflächen zeitgenössische Kunst sehen, über sie diskutieren oder auch Werke kaufen. Dreimal jährlich finden an Wochenenden die Rundgänge der
Spinnerei-Galerien mit neuen Ausstellungen und Veranstaltungen statt. Aber auch sonst gilt: Galerien, die HALLE 14, Werkstätten, Läden, verschiedene Unternehmen und kreativ Tätige freuen sich über Ihren Besuch! Für die Besucher des 72. Deutschen Juristentages haben wir einen Rundgang organisiert und den Maler Michael Triegel gewinnen können, einen Einblick in sein Atelier zu geben.

  • Do 27.09.   14:00—16:00 Uhr Code 4181
  • Leipziger Spinnerei, Spinnereistraße 7
  • kostenfrei dank Unterstützung der
    Spinnerei

„Der schmale Grat der Wahrheit“

Die Leipziger Malerinnen Julia Tomasi Müntz, Katja Enders, Kerstin Pfefferkorn und Claudia Rößger zeigen in dieser Ausstellung Arbeiten, die figurativ und abstrakt Geschichten erzählen. Die Wahrhaftigkeit der Bilder spielt bei ihnen eine große Rolle, so dass in den malerischen und grafischen Bildnissen immer auch Fragen aufgeworfen werden.

Die Künstlerinnen werden früh angereiste Tagungsteilnehmer am Dienstagnachmittag durch ihre Ausstellung führen.

  • Di 25.09.   16:00—18:00 Uhr Code 2081
  • Landgericht Leipzig, Harkortstraße 9
  • kostenfrei dank der Unterstützung des
    Vereins Kunst & Justiz im Landgericht
    Leipzig e.V.

Das „Völki“

Das Völkerschlachtdenkmal, mitunter liebevoll „Völki“ abgekürzt und im Südosten Leipzigs gelegen, wurde in Erinnerung an die Völkerschlacht bei Leipzig nach Entwürfen des Berliner Architekten Bruno Schmitz errichtet und am 18. Oktober 1913 eingeweiht. Die plastischen Arbeiten wurden von den Bildhauern Christian Behrens und Franz Metzner gestaltet.

Mit 91 Metern Höhe zählt es zu den größten Denkmälern Europas und ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Leipzigs. Es bildet eine weithin sichtbare Landmarke mit markanter Silhouette. Heute gehört es einer Stiftung des öffentlichen Rechts der Stadt Leipzig. 

  • Di 25.09.   15:30—17:30 Uhr Code 2072
  • Dieser Termin ist leider bereits ausgebucht.
  • Do 27.09.   15:00—17:00 Uhr Code 4232
  • Völkerschlachtdenkmal,
    Straße des 18. Oktober 100
  • Preis: 6 Euro

Hinter den Kulissen der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek sammelt alle deutschen und deutschsprachigen Medienwerke in Schrift, Bild und Ton ab 1913, seit 2006 auch Medienwerke, die digital verbreitet werden. Sie dokumentiert und archiviert die Werke und macht sie der Öffentlichkeit zugänglich. Neben Leipzig gibt es in Frankfurt am Main einen weiteren Standort.

Allein in Leipzig lagern auf knapp 50.000 Quadratmetern Magazinfläche und 205 Kilometern Regalböden Medien von der Pergamenthandschrift bis zur DVD. Beim Rundgang durch das denkmalgeschützte Bibliotheksgebäude, das 1916 eröffnet und mehrfach baulich erweitert wurde, erhalten Sie einen Einblick in Geschichte und Aufgaben der Deutschen Nationalbibliothek. Sie sehen in den Magazinen, wie die Medien sicher aufbewahrt werden und erfahren, welche Herausforderungen Netzpublikationen an die Bibliothek stellen.

  • Mi 26.09.   10:00—11:30 Uhr Code 3022
  • Do 27.09.   10:00—11:30 Uhr Code 4072
  • Deutsche Nationalbibliothek,
    Deutscher Platz 1
  • Preis: 2 Euro
  • Diese Veranstaltung ist leider bereits ausgebucht.

Führung Buch- und Schriftmuseum

Die Dauerausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums „Zeichen – Bücher – Netze: Von der Keilschrift zum Binärcode“ gibt Einblick in 5.000 Jahre Mediengeschichte. Die Ausstellung erzählt von Wissensspeicherung und Kommunikation, von Aufzeichnungstechniken und Buchformen, von Lesewelten, Zensur und Buchästhetik. Sie spannt den Bogen von den ersten Schriftsystemen über den Buchdruck und die Massenmedien bis zur digitalen Netzwelt und regt dazu an, über die Zukunft der Medien in unserer Gesellschaft nachzudenken.

Das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek ist eines der weltweit ältesten und bedeutendsten Museen auf dem Gebiet der Buchkultur. Es wurde 1884 als Deutsches Buchgewerbemuseum in Leipzig gegründet und 1950 nach Kriegsverlusten in die damalige Deutsche Bücherei integriert.

  • Do 27.09.   14:00—15:30 Uhr Code 4162
  • Deutsche Nationalbibliothek,
    Deutscher Platz 1
  • Preis: 6 Euro