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Trauer um Peter Macke

18.09.2014

Hannover, den 18.09.2014 Der Deutsche Juristentag e. V. (djt) trauert um sein ehemaliges Mitglied, Prof. Dr. Peter Macke, Präsident des Verfassungsgerichts des Landes Brandenburg a. D., Präsident des Brandenburgischen Oberlandesgerichts a. D., Richter am Bundesgerichtshof a. D., Präsident des Deutschen Verkehrsgerichtstages a. D., der am 17.09.2014 im Alter von 74 Jahren verstorben ist.

Peter Macke war Mitglied der Ständigen Deputation des djt und von 1993 bis 1994 als Schatzmeister im Geschäftsführenden Ausschuss. Als Mitglied der Ständigen Deputation begleitete er den Verein vom 60. bis zum 66. Deutschen Juristentag.

Zuletzt 2002 beim 64. djt in Berlin hatte der ehemalige Richter am Bundesgerichtshof und Gründungspräsident des Brandenburgischen Oberlandesgerichts den Vorsitz des Aktuellen Forums „Mehr Selbständigkeit für die dritte Gewalt?“. Er fungierte jeweils als Stellvertretender Vorsitzender des Aktuellen Forums zum Thema „Eckpunkte einer Justizreform“ (63. djt Leipzig 2000) und „Verfassungsgerichtsbarkeit und Fachgerichte“ (61. djt Karlsruhe 1996). Beim 62. djt Bremen 1998 war er Vorsitzender des Aktuellen Forums „Obligatorische Streitschlichtung im Zivilprozess - Chancen und Probleme“.  

Peter Macke hat den Juristentag über eine lange Zeit bereichert und wichtige Impulse gesetzt. „Er war für den Deutschen Juristentag ein Beispiel für fachliche Kompetenz und menschlichen Einsatz für die deutsche Rechtspolitik“ erklärte der Präsident des Deutschen Juristentages, RA Prof. Dr. Thomas Mayen, in Stuttgart.

Macke war im Hauptberuf von 1981 bis 1991 Richter am Bundesgerichtshof. Ab 1991 leitete er den Aufbaustab des Oberlandesgerichts im Ministerium der Justiz des Landes Brandenburg, wo er im September 1993 zum Präsidenten des Verfassungsgerichts gewählt wurde. Im Dezember desselben Jahres wurde er zum Präsidenten des zu diesem Zeitpunkt neu errichten Brandenburgischen Oberlandesgerichts ernannt.  

Von 1987 bis 1993 war Macke Vorsitzender des Vereins der Bundesrichter am Bundesgerichtshof sowie 1987 bis 1992 Vorsitzender des Vereins der Bundesrichter am Bundesgerichtshof und Mitglied des Bundesvorstandes des Deutschen Richterbundes. 1997 wurde er zum Präsidenten des Deutschen Verkehrsgerichtstages gewählt. Er war Vorstandsmitglied der Deutschen Akademie für Verkehrswissenschaft, der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft Brandenburg und des Melanchthonvereins Bretten sowie Mitglied der Deutschen Sektion der Internationalen Juristenkommission, der Int. Union of Lawyers (Moskau).

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