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Juristen locken mit Schuhcreme und Eiskugeln

19.09.2012

 

Der Stand der Deutschen Anwalt- und Notarversicherung zieht mit einem großen Aufgebot an Bürsten, Schuhcremes und Poliertüchern die Blicke auf sich. Wem - sei es Highheel-bedingt oder nach einer längeren Tour über das Messegelände - die Füße schmerzen, kann es sich in einem großen schwarzen Ledersessel gemütlich machen. Während der königliche Schuhputzer für neuen Glanz auf altem Leder sorgt, nutzen die Vertreter der Versicherung die Gelegenheit, um die angereisten Juristen in ein Gespräch zu verwickeln.

 

Organisationsleiter Volker Klement ist mit dem Feedback an seinem Stand zufrieden: „Die Teilnehmer der Messe finden es super, zwischen den Sitzungen ein wenig bespaßt zu werden. In einem lockeren Rahmen können wir auch viel leichter mit den Menschen Kontakt aufnehmen."

 

Fast schon ein Klassiker bei juristischen Messen ist der Eiswagen der Hans Soldan GmbH. Beim Stand des Onlinenetzwerks Marktplatz Recht kann man sich nach einer hitzigen Diskussion mit einer Kugel Langnese Eiscreme abkühlen. Rechtsanwalt Oliver Schwartz, Produktmanager von Marktplatz Recht, sorgt dafür, dass es bei der Eisvergabe im wahrsten Sinne des Wortes gerecht zugeht. „Für unser Eis sind wir bei den Juristen natürlich schon bekannt. Im Vordergrund steht aber trotzdem der rechtliche Inhalt und nicht der Inhalt der Eisbecher.“

 

Botanik und Fischerei für Antiquitäten-Liebhaber

 

Schnorrer gebe es zum Glück keine. Vielmehr teilten sich die Gäste ihr süße Pause wohlüberlegt ein und nutzten die Auszeit dazu, sich in einer entspannten Atmosphäre über die Plattform zu informieren, die beispielsweise eine Richter- und Gerichtsbewertung oder eine deutschlandweite Terminvertretungsbörse  anbietet.

 

Ein echter Hingucker ist auch der Stand von vier deutschen Antiquaren, die den djt gemeinsam nutzen, um für ihre Stücke zu werben. Ihr Stand, der wie eine urige, alte Bibliothek aussieht, fügt sich so gar nicht in das Bild der sonst so modernen Messehalle. „Unsere Kundschaft besteht zu einem großen Teil aus Juristen. Um allen erdenklichen Hobbies gerecht zu werden, reicht die Bandbreite unserer ausgestellten Bücher über Geschichte, Botanik, Fischerei bis hin zu Asienkunde“, erzählt die Münchner Antiquarin Dasa Pahor. Selbstverständlich werden auch juristische Werke zum Kauf angeboten, wie beispielsweise ein System für die mittelalterliche Rechtslehre aus dem Jahre 1553, das für mehrere tausend Euro erworben werden kann.

 

Miriam Montag

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