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Ein gutes Jahr für Leipzig

18.04.2018

„Dieses Jahr ist ein gutes Jahr, um nach Leipzig zu kommen.“ Mit diesen Worten leitete Prof. Dr. Katharina Beckemper, Prodekanin der Juristenfakultät, die Auftaktveranstaltung des 72. Deutschen Juristentages ein. Der Deutsche Juristentag e.V. hat in Kooperation mit der Juristenfakultät am vergangenen Freitag, den 13. April 2018, in einer festlichen Veranstaltung im kürzlich fertiggestellten Paulinum, Aula und Universitätskirche St. Pauli der Universität Leipzig, den über 200 interessierten Gästen die Fachthemen des 72. djt präsentiert. Der djt wird vom 26. bis 28. September 2018 in Leipzig stattfinden und somit nach den Jahren 1880 und 2000 zum dritten Mal in der Messestadt zu Gast sein.

In einem Grußwort hieß Sebastian Gemkow, sächsischer Staatsminister der Justiz, den djt in Leipzig willkommen und benannte den Rechtskongress als wichtiges „Zeichen für einen funktionierenden und starken Rechtsstaat“. Gemkow würdigte ganz besonders die Arbeit des Leipziger Ortsausschusses und dankte den zahlreichen Förderern, die sich für den 72. djt engagieren. Der Präsident des 72. djt, Prof. Dr. Mathias Habersack, präsentierte im Anschluss das Programm des Leipziger Juristentages. In diesem Jahr werden wieder in sechs Fachabteilungen Thesen aus verschiedenen Bereichen (Verfahrensrecht, Familienrecht, Strafrecht, Öffentliches Recht, Arbeits- und Sozialrecht, Wirtschaftsrecht sowie Zivil-, Wirtschafts- und Steuerrecht) diskutiert und anschließend den Mitgliedern zur Abstimmung gestellt. Neben dem Fachprogramm hat die Leipziger Ortsgeschäftsstelle des 72. djt unter Leitung von Richterin am Landgericht Andrea Niermann ein vielfältiges Rahmenprogramm organisiert, welches den Kongressteilnehmern unter den vier Themenblöcken Friedliche Revolution, Justizmetropole, Kulturmetropole und Leipzig–Hypezig diverse Einblicke in die Stadt bieten soll.

Zum Anlass der Festveranstaltung wurde den Besuchern erstmals das druckfrische Programmheft präsentiert. In einem Festvortrag hat die Richterin des Bundesverfassungsgerichts Dr. Sibylle Kessal-Wulf über den „Dialog der Gerichte“ und das Verhältnis zwischen EuGH, EGMR und Bundesverfassungsgericht gesprochen. Kessal-Wulf bezeichnete die „Integration Europas als Erfolgsgeschichte“ und erklärte das Modell der EU anhand der Rechtsprechung. „Europäische Integration ist jedoch nicht mit nationaler Selbstaufgabe gleichzusetzen“, betonte die Richterin dabei. Die Auftaktveranstaltung wurde musikalisch abgerundet von dem Pianisten Max Mostovetski. Der 16-Jährige Schüler der Thomasschule zu Leipzig beeindruckte die Zuhörer mit Stücken von Ludwig van Beethoven und Sergei Rachmaninoff.

Bei einem anschließenden Empfang konnten sich die Gäste austauschen und sich so gemeinsam auf den 72. djt einstimmen. Dabei wurde am LVZ-Post-Stand die zum 72. djt herausgegebene Sonderedition der 65-Cent-Briefmarke präsentiert und vielfach verkauft. Ein Großteil des Erlöses wird dem djt e.V. zur Unterstützung der Veranstaltung gespendet.

Die vollständige Pressemitteilung steht hier zum Download bereit.

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