Rahmenprogramm

Auf den Spuren einer Familiengeschichte

Nur wenige Städte sind so stark von einer Unternehmerfamilie geprägt worden wie Essen durch Krupp. Das Wachstum der Krupp’schen Gussstahlfabrik katapultierte die kleine Landstadt Essen ins Industriezeitalter und das Firmengelände wuchs auf ein Vielfaches der Innenstadtfläche an. Die meisten Familien in der Stadt lebten direkt oder indirekt von Krupp, Wohnsiedlungen und andere Sozialeinrichtungen prägten das Stadtbild. Die Stadt trug später den Beinamen „Waffenschmiede des Reiches“, für den die Essener bei den Luftangriffen des Zweiten Weltkrieges einen hohen Preis zahlten. Zu den düsteren Kapiteln der Krupp-Geschichte zählen auch die vielen Zwangsarbeiter, die im Krieg die Produktion aufrecht erhielten.

Themenrundfahrten
„Familiengeschichte Krupp“
  • Di 13.09   10:00—13:00 Uhr Code 2011
  • Di 13.09   13:30—16:30 Uhr Code 2091
  • Transfer ab Messe Essen
  • kostenfrei

Villa Hügel – so wohnten die Krupps

269 Räume, 8.100 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche, umgeben von einem 28 Hektar großen Park: Die Villa Hügel, ehemalige Residenz der Familie Krupp, ist ein beeindruckendes Symbol der Industrialisierung Deutschlands. Die Villa Hügel wurde zwischen 1870 und 1873 erbaut – eigentlich als Wohnhaus, aber zugleich sollte sie auch einen repräsentativen Rahmen für Empfänge und Festlichkeiten bieten. So waren hier Unternehmer aus aller Welt, Kaiser, Könige, Politiker und Regierungschefs vieler Nationen zu Gast. Seit 1953 kann die Villa Hügel von der Öffentlichkeit besucht werden. Ein Rundgang durch das Haupthaus und die Historische Ausstellung Krupp gibt einen lebendigen Eindruck nicht nur von der Baugeschichte, sondern auch von der Firmen- und Familiengeschichte des Unternehmens Krupp.

Führungen
  • Mi 14.09   10:00—12:00 Uhr Code 3031
  • Do 15.09   14:00—16:00 Uhr Code 4131
  • Transfer ab Messe Essen
  • kostenfrei dank Unterstützung der Alfried
    Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung

Gartenstadt Margarethenhöhe – zu schön, um Stadt zu sein?

Ist es eine Utopie, zweckmäßig und zugleich menschenfreundlich zu bauen? Nein! Die Gartenstadt Margarethenhöhe wurde bereits vor mehr als 100 Jahren gegründet und wird seit ihrem Baubeginn 1909 von Stadtplanern, Architekten, Soziologen und Kunsthistorikern bestaunt. Finanziert durch eine private Stiftung von Margarethe Krupp wurde die Reformsiedlung durch die Stadt Essen und den Architekten Georg Metzendorf als Gesamtkunstwerk umgesetzt. Seither gilt sie als Vorzeigeprojekt für einen sozialen und humanen Städtebau der Zukunft und wird in der Baugeschichte mittlerweile als ein Denkmal von Weltrang eingestuft. 2014 wurde sie in einer Umfrage des WDR mit Abstand zur beliebtesten Siedlung in Nordrhein-Westfalen gekürt. In einer Musterwohnung können Sie das Lebens- und Wohngefühl dieser Siedlung erahnen.

Führungen
  • Do 15.09   10:00—12:30 Uhr Code 4061
  • Transfer ab Messe Essen
  • kostenfrei

Das thyssenkrupp Quartier – der Beginn einer neuen Ära

Mit der Eröffnung im Sommer 2010 begann ein neues Kapitel der Unternehmensgeschichte des Konzerns und der Stadtentwicklung in Essen – ein Symbol des Aufbruchs und der Beginn einer neuen Zukunft. Auf dem traditionsreichen Gelände wurde bereits seit 1818 Firmengeschichte geschrieben, denn vor knapp 200 Jahren legte der Unternehmer Friedrich Krupp hier den Grundstein für die Krupp Gussstahlfabrik. Das neue thyssenkrupp Quartier besitzt eine flächige Struktur gleichberechtigter Bauten, die in einen grünen, baumbestandenen Teppich eingebettet sind. Auf der 230 Hektar großen, bis dahin weitgehend vernachlässigten Entwicklungsfläche am Rande der Innenstadt entstand ein neues attraktives Viertel. Die Architektur mit ihrer Aufteilung auf mehrere Baukörper repräsentiert mit den prägenden Materialien Stahl und Glas Modernität und Innovation.

Führungen
  • Mi 14.09   15:00—17:00 Uhr Code 3191
  • Do 15.09   10:00—12:00 Uhr Code 4051
  • Transfer ab Messe Essen
  • kostenfrei