Fachprogramm

1988 wurde bei der Justizakademie des Landes Nordrhein-Westfalen die Dokumentations- und Forschungsstelle „Justiz und Nationalsozialismus“ eingerichtet und mit der Aufgabe betraut, die Verstrickung der Justiz in den Unrechtsstaat zu erforschen. Hierzu gehört neben der Durchführung von Fachveranstaltungen und Ausstellungen auch die Herausgabe einer Schriftenreihe mit Beiträgen namhafter Forscher, deren 22. Band gerade erschienen ist. Als Bindeglied zwischen Justiz und Forschung auf dem Gebiet der juristischen Zeitgeschichte vermittelt sie nicht nur Justizangehörigen Erkenntnisse, sondern ist auch Ansprechpartnerin für alle Interessierten außerhalb der Justiz.

 

Die Forschungsstelle begründete vor über 25 Jahren die Wanderausstellung „Justiz und Nationalsozialismus“. Anhand zahlreicher zeitgeschichtlich bedeutsamer Dokumente gibt sie Besuchern die Möglichkeit, sich mit den Verstrickungen der Juristen in das NS-Unrecht und der mangelhaften Aufarbeitung der NS-Vergangenheit durch die Justiz in der frühen Bundesrepublik auseinanderzusetzen. Die 2015/2016 völlig neu konzipierte Ausstellung wird in Essen zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert und kann während der Dienstzeiten in den Räumen des Landgerichts besucht werden. Im Laufe der Tagungswoche werden der Leiter der Dokumentationsund Forschungsstelle und Essener Richter bei mehreren Führungen das Ausstellungskonzept erläutern.

 

 

Öffnungszeiten

Mo–Fr    7:30 bis 16:00 Uhr

Führungen

  • Di 13.09   ab 13:30 Uhr Code 2081
  • Mi 13.09   ab 14:30 Uhr Code 3081
  • Do 13.09   ab 14:30 Uhr Code 4191
  • Landgericht Essen, Zweigertstraße 52
  • kostenfrei; Die Ausstellung ist ganztägig
    während der Dienstzeiten des Landgerichts
    Essen geöffnet.