Ortsausschuss und Geschäftsstelle

Nach den Tagungen von 1880 und 2000 wird unsere Vereinigung nunmehr zum dritten Mal in Leipzig zu Gast sein. Viele von Ihnen werden sich noch gerne an den 63. Deutschen Juristentag erinnern. Und diejenigen von Ihnen, die damals nicht dabei sein konnten, haben nun umso mehr Anlass, in die sächsische Metropole zu reisen, die nicht zuletzt ob ihres kulturellen Angebots und starken Bevölkerungswachstums gerne auch „Hypezig“ genannt wird und uns nun erneut Gelegenheit bietet, aktiv an der Gestaltung des Rechts mitzuwirken und – das sollte nicht zu kurz kommen – das fachliche und persönliche Gespräch zu suchen.

 

Die Welt im Allgemeinen und die des Rechts im Besonderen haben sich seit 2000 dramatisch verändert. Dies spiegelt sich nicht zuletzt in den Themen wider, die wir für Sie aufgegriffen haben und die wir in sechs Fachabteilungen – wie gewohnt vorbereitet durch wissenschaftliche Gutachten und Referate – beraten wollen. So wird sich die Abteilung „Verfahrensrecht“ mit der Frage befassen, ob es neuer Instrumente des kollektiven Rechtsschutzes im Zivilprozess bedarf. Die Abteilung „Familienrecht“ fragt nach Reformbedarf im Sorge-, Umgangs- und Unterhaltsrecht durch gemeinsam getragene Elternverantwortung. „Sentencing Guidelines versus freies tatrichterliches Ermessen – Brauchen wir ein neues Strafzumessungsrecht?“ lautet das Thema der Abteilung Strafrecht. Anknüpfend an die Schlussveranstaltung des Essener Juristentages (2016) heißt das Thema der gemeinsamen öffentlich-rechtlichen und arbeits- und sozialrechtlichen Abteilung „Migration und ihre Folgen – Wie kann das Recht Zuwanderung und Integration in Gesellschaft, Arbeitsmarkt und Sozialordnung steuern?“. Die wirtschaftsrechtliche Abteilung widmet sich der Frage, ob sich eine Reform des Beschlussmängelrechts im Gesellschaftsrecht empfiehlt. Last but not least ist die zivil-, wirtschafts- und steuerrechtliche Abteilung zu erwähnen, die über die Frage beraten wird, ob es sich empfiehlt, die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Gründung und Tätigkeit von Non-Profit-Organisationen übergreifend zu regeln.

 

Dem Programm werden Sie entnehmen, dass wir die Tagung zeitlich gestrafft haben. Nach wie vor bieten wir Ihnen natürlich eine hochattraktive Eröffnungsveranstaltung und eine nicht minder attraktive Schlussveranstaltung.

 

Ich freue mich, wenn ich auch Sie am 26. September 2018 bei der Eröffnung des 72. Deutschen Juristentages in Leipzig begrüßen darf.

 

 

Ihr

 

Matthias Habersack

 

Präsident des
72. Deutschen Juristentages
Prof. Dr. Mathias Habersack