Rahmenprogramm
München ist ... Geschichte
Rundgang Residenzstadt München
Im Jahre 1180 übernahm die Familie der Wittelsbacher die Herrschaft über das Herzogtum Bayern und machte München 1255 zur Residenzstadt. 1328 ließ sich Ludwig IV. der Bayer vom römischen Stadtvolk zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches wählen und München wurde in der Folgezeit als seine Residenz deutlich erweitert. Die Stadt erlebte in der Spätgotik eine kulturelle Blütezeit und wurde schließlich 1506 Hauptstadt von Bayern und ein Zentrum der Renaissance.
Unter Herzog Maximilian I. wurde München 1623 kurfürstliche Residenzstadt und begann den Aufstieg zur Großstadt. Seit Ende des 18. Jahrhunderts wuchs München stetig und erlebte einen enormen wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Streifen Sie mit uns bei diesem Rundgang vorbei an den Zeugnissen dieser Geschichte. Vom Alten Hof, der ehemaligen Kaiserresidenz, geht es über die Prachtstraßen der Münchner Könige zur Residenz der bayerischen Herzöge und Kurfürsten. Die über Jahrhunderte gewachsene Residenz ist eine einmalige Mischung aus Renaissance, Barock, Rokoko und Klassizismus. Dort besichtigen Sie das Antiquarium, den ältesten erhaltenen Raum der Münchner Residenz und eines der ältesten Renaissance-Gewölbe Europas sowie das Cuvilliés-Theater, ein wahres Juwel des Rokoko.


- Mi 19.09 14:30—17:30 Uhr Code 3082
- Do 20.09 14:30—17:30 Uhr Code 4102
- Fr 21.09 09:00—12:00 Uhr Code 5012
- Treffpunkt: Marienplatz, vor der Tourist Information, 80331 München
- Preis: 17 Euro (inkl. Eintritt für Residenz und Cuvillies-Theater)
Schloss Nymphenburg
Das Schloss Nymphenburg wurde 1664 von Kurfürst Ferdinand Maria als Geschenk an seine Frau Adelheid von Savoyen in Auftrag gegeben, als sie ihm Max Emanuel als lang ersehnten Thronerben geboren hatte, und blieb lange Zeit die Sommerresidenz der bayerischen Kurfürsten und Könige. Das aus Kelheimer Kalkstein ursprünglich im Stile eines italienischen Landhauses erbaute, später erweiterte und umgestaltete Nymphenburg zählt zu den großen Königsschlössern Europas und empfängt Sie in einer weitläufigen, streng symmetrischen Barockschlossanlage. Den Mittelpunkt des Schlosses bildet der von François de Cuvilliés 1756 gestaltete, über drei Geschosse reichende „Steinerne Saal“, zu dessen Seiten sich die fürstlichen Privat- und Audienzzimmer erstrecken.
Zu den Glanzpunkten zählen auch die 36 Porträtmalereien umfassende Schönheitengalerie König Ludwigs I. im inneren südlichen Pavillon, das von chinesischen Koromandellack-Tafeln bedeckte Lackkabinett und die Amalienburg, ein im Rokoko gehaltenes Lust- und Jagdschlösschen im Schlosspark.

- Mi 19.09 10:00 — 13:00 Uhr Code 3032
- Treffpunkt: Marienplatz, vor der Tourist Information, 80331 München
- Preis: 19 Euro (inkl. Anfahrt mit der Trambahn und Eintritt)
Besichtigung der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Dachau
Bereits wenige Wochen nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler im Jahre 1933 ließ Reichsführer-SS und Münchner Polizeipräsident Heinrich Himmler in Dachau, rund 20 km nordwestlich von München, ein Konzentrationslager für politische Gefangene errichten. Es diente als Modell für alle späteren Konzentrationslager und als „Schule der Gewalt“ für mehr als 3.000 Männer der SS, unter deren Herrschaft es stand. Das Lager war der erste Ort im Deutschen Reich, an dem einem SS-Lagerkommandanten die alleinige Gerichtsbarkeit zugeteilt wurde und geltendes Recht systematisch außer Kraft gesetzt wurde. Die SS schuf einen „Staat im Staat“, in dem sie politische Gegner festhielt, unterdrückte und ermordete. In den zwölf Jahren seines Bestehens waren hier und in zahlreichen Außenlagern über 200.000 Menschen aus ganz Europa inhaftiert. 41.500 wurden ermordet. Am 29. April 1945 befreiten amerikanische Truppen die Überlebenden. Die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers wurde im Jahr 1965 auf Initiative und nach den Plänen überlebender Häftlinge errichtet. Sie wird jährlich von etwa 800.000 Menschen aus aller Welt besucht. Auf dieser Tour erfahren Sie, welche Funktion die Konzentrationslager für die Machtergreifung der Nationalsozialisten hatten. Sie besuchen die noch erhaltenen Plätze und Gebäude und können sich ein Bild vom Leiden der Gefangenen an diesem Ort machen. Zu dieser Veranstaltung fahren Sie mit einem Sonderbus, begleitet von einem Gästeführer, der Sie auch durch die Gedenkstätte führen wird.


- Do 20.09 10:30—15:00 Uhr Code 4052
- Bustransfer ab Hauptbahnhof, vor der Tourist Information, 80335 München
- Preis: 28 Euro (inkl. Eintritt und Bustransfer)
München als „Hauptstadt der Bewegung“
Dieser Rundgang vollzieht die Geschichte vom Aufstieg eines einfachen österreichischen Gefreiten zum meistgefürchteten Diktator des 20. Jahrhunderts nach. Adolf Hitler machte München 1935 zu seiner „Hauptstadt der Bewegung“. Der Rundgang folgt den Spuren der Machtergreifung und der Schreckensherrschaft des Diktators: Von der ersten Massenveranstaltung der NSDAP im Hofbräukeller über den fehlgeschlagenen Putschversuch 1923 am Odeonsplatz bis zum Königsplatz, wo die ersten Massenaufmärsche der Partei stattfanden und in der Nachbarschaft zur Parteizentrale, dem „Braunen Haus“, eine Art Parteiviertel mit Verwaltungsbauten der NSDAP und Ehrentempeln entstand. Es wird der Frage nachgegangen, wie ein demokratisches System zerfallen konnte. Thematisiert wird außerdem der Widerstand gegen das Regime. Sie besuchen alle wichtigen Plätze und Gebäude, die eine Rolle in diesem dunklen Teil der Münchener Geschichte spielten.

- Do 20.09 14:30—17:00 Uhr Code 4112
- Treffpunkt: Marienplatz, vor der Tourist Information, 80331 München
- Preis: 14 Euro
Führung durch das Kriminalmuseum im Polizeipräsidium München
1904 beschlossen die Königlichen Staatsministerien des Innern, der Justiz und der Finanzen die Errichtung eines Kriminalmuseums in München. In der damaligen Bekanntmachung wurde festgelegt, dass darin Gegenstände ausgestellt werden sollen, „die durch eine strafbare Handlung hervorgebracht oder zur Begehung einer strafbaren Handlung gebraucht“ worden sind und „zur Bereicherung der Kenntnisse der Behörden“ dienen sollen, „denen die Bekämpfung des Verbrechertums obliegt“. Diese Ausstellung sollte also Unterrichts- und Lehrzwecken dienen. Zehn Jahre später kam das Kriminalmuseum in die Obhut der Münchner Polizei. Die im Juli 2011 neu eröffnete Ausstellung befasst sich in unterschiedlichen Themenkomplexen mit der Geschichte der Münchner Polizei. Sie führt durch verschiedene Epochen der Münchener Kriminalgeschichte bis zu den großen polizeilichen Herausforderungen der Gegenwart. Dabei wird unter anderem auf historische Kriminalfälle eingegangen, z.B. auf die Geiselnahme während der Olympischen Spiele 1972, den Terroranschlag auf dem Oktoberfest 1980 sowie auf einige besonders aufsehenerregende Mordfälle. Vorsicht: Einige der Exponate sind nichts für schwache Nerven! Thematisiert werden auch die heutige Polizeiorganisation sowie polizeiliche Bemühungen im Bereich der Prävention. Die Führung wird geleitet von dem ehemaligen Leiter der Münchner Mordkommission, Josef Wilfling – ein Mann, der die Münchner Kriminalgeschichte so gut kennt wie kaum ein anderer. Wilfling klärte unter anderem die Morde an Walter Sedlmayr und Rudolph Moshammer auf.

- Mi 19.09 15:00—16:30 Uhr Code 3112
- 16:30—18:00 Uhr Code 3132
- Do 20.09 15:00—16:30 Uhr Code 4122
- 16:30—18:00 Uhr Code 4132
- Treffpunkt: Haupteingang Polizeipräsidium München, Ettstraße 2, 80333 München
- Preis: 8 Euro

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